Was lange währt, wird endlich Konkret (Black)

Es ist immer aufregend, wenn man lange Zeit an etwas gearbeitet hat, das dann in die Welt wirft und zusieht, was passiert. Und manchmal ist das sogar für mich so. Diesmal zum Beispiel. Ich hab schon Flecken im Gesicht vor lauter Aufregung. Vielleicht kommen die aber auch vom Virus, wer weiß, ich hoffe nicht. Aber egal ob Corona oder Kupferrose, ändert alles nix an folgender News, festhalten, geht los: 

Liebe Fuckies, es ist soweit. „Morbus Leben – Räuberhörbuch“ geht an den Start. Am Freitag, dem 01.05.2020 spült der Vertrieb SAFE Teil eins des Hardboiled Hörbuch Spektakels durch den digitalen Äther und direkt hinein in den Streaminganbieter eurer Wahl. Spotify, Apple Music, Deezer, BearShare, egal, Hauptsache rein in die Noir-Masse. Und für diejenigen unter euch mit der richtig dicken Kohle auf Tasche: Ihr könnt das Ding sogar kaufen! Audible, iTunes, überall, gebt mir euer Para, ich kann es gebrauchen, zu wild. Und damit ihr dieses geschichtsträchtige Produkt deutschsprachiger Literatur auch nicht überseht, präsentiere ich euch an dieser Stelle das Cover von „Morbus Leben – Räuberhörbuch (Teil 1)“, bitte sehr.


Das Cover zu Teil eins des Hörbuchs „Morbus Leben – Räuberhörbuch“.

Aber worum geht es überhaupt? Was passiert in „Morbus Leben“ und warum sollte ich mir das anhören, wo ich doch auch die zweihundertundfünfte Folge der Drei ??? hören kann?

Klappentext

ALLE steh’n hier mächtig unter Druck. Suchtdruck, Leidensdruck, Erfolgsdruck. In Hank Zerboleschs Hörbuch treffen einmal mehr extreme Existenzen aufeinander, lieben, hassen, helfen, töten sich. 

Im Zentrum von „Morbus Leben“ wuchert ein unheilvolles Geflecht aus Menschen, alle zur falschen Zeit am falschen Ort. Da ist Hank Zerbolesch: Dealer und Konsument in Personalunion. Da sind Hauptkommissar Hans und dessen Frau Ruth Franke, deren ermordete Tochter Evelyn gemeinsame Schnittstelle mit Zerbolesch ist. Da sind Susanne und Martin Richter, deren gemeinsame Schnittstelle Odium ist. Und da ist Odium. Sein grenzenloser Hass ist der blutrote Faden, der „Morbus Leben“ mit Gewaltexzessen überschüttet – was wiederum dem schmierigen Staranwalt Robert Rossi in die Karten spielt.

Erzählt wird dieses Hardboiled-Spektakel temporeich und aufwühlend. Autor Hank Zerbolesch rotzt sich durch die zahlreichen Rollen, mit expliziter Sprache, die das Gegenteil von jugendfrei ist. Mitten aus dem Sumpf aus Wut, Trauer, Elend und Selbstjustiz steigen die Protagonisten unter Schmerzen empor, um im nächsten Moment zu jagen, gejagt zu werden oder gleich in Dreck und Eingeweiden zu krepieren. Als Sprecher versteht Zerbolesch sich darauf, seinen Figuren pures Leben einzuhauchen – und bis zur Karikatur überzeichnet auch wieder zu nehmen. 

Ganz früh schon wird im „Räuberhörbuch“ klargestellt: Hier geht nichts kaputt. Hier zerspringt alles in tausend Teile.

Noch vier Wochen warten? Dein ernst

Einen Monat warten ist hart, ich weiß. Gerade dann, wenn man viel zu viel Zeit hat und kurz davor ist, in der Familie mit einem grau schwarzen Stanley Fäustel die Hierarchie wieder zurechtrücken zu müssen. Und weil ich das weiß – und mir meiner Verantwortung bewusst bin – werde ich euch in den nächsten vier Wochen immer mal wieder mit kleinen digitalen Appetizern überraschen. Für heute aber ist erstmal genug Aufregung, wir hören, sehen und lesen uns dieser Tage. Bis dahin unternehme ich was gegen meinen Mangel an Kackpappe, und ihr kratzt schonmal euren Schotter zusammen. Noch 28 mal verkatert aufwachen, dann ist soweit, „Morbus Leben – Räuberhörbuch“-Release Teil eins.